Dienstag, 17. März 2015

Artikel: Tai Chi kontra Stress

Michaela Scholz


Vorab: Stress ist notwendig, ohne Stress sind wir nicht lebensfähig, weil wir an Unterforderung “verblöden” würden, und schon gar nicht erfolgreich sein könnten. Motivation, Problembewältigung, Produktivität und Erfolg sind (Gefühls-) Zustände, die ohne ein gewisses Level an Stress kaum möglich sind. So ist es nicht verwunderlich, dass zu wenig Stress ebenso krank machen kann wie zu viel.

Wie so oft, die Dosis macht den Unterschied, das richtige Maß ist entscheidend.

Für uns ist Stress ein Phänomen, das aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken ist. Ob im Straßenverkehr, im Beruf oder im Familienleben, die Reizüberflutung und die Dichte, in der wir zusammenleben sorgt dafür, dass wir uns – mal mehr, mal weniger – unter Druck gesetzt, angestrengt, gehetzt, überfordert, kurz gestresst fühlen. Andererseits ist unser Gebrauch der Vokabel inflationär geworden.

Tatsächlich ist das, was wir in der Umgangssprache mit der Vokabel “Stress” bezeichnen, nur eine Seite der Erscheinung: “War ein stressiger Tag heute” meint, dass Eines nach dem Anderen Schlag auf Schlag kam und keine Zeit zum Durchatmen oder Nachdenken blieb. “Der Chef hat mir heute nur Stress gemacht” will aussagen, dass es nicht möglich war, dem Chef etwas recht zu machen. “Die Kinder haben mich gestresst heute” bedeutet eigentlich, dass der Nachwuchs ständig präsent war mit Forderungen um Aufmerksamkeit, Zuwendung emotionaler oder materieller Art, oder mit Aktionen, deren Konsequenzen anstrengend nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern war. Ich glaube, wir alle kennen solche oder ähnliche Situationen.

Die andere Seite liegt etwas tiefer: Beginnen wir mit der Frage, was ist das eigentlich für eine Reaktion?

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