Dienstag, 31. März 2015

Eine chinesische Weisheit


Wer über sich selbst nachdenkt,
verwandelt alles, auf das er stößt, in Medizin.
Wer immer nur anderen die Schuld gibt,
verwandelt jeden Gedanken in eine scharfe Waffe.
Der eine eröffnet sich einen Weg zu endlosem Guten.
Der andere gräbt sich vor zur Quelle grenzenlosen Übels.
Die zwei sind so verschieden wie Himmel und Erde.




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Donnerstag, 26. März 2015

Dienstag, 17. März 2015

Artikel: Tai Chi kontra Stress

Michaela Scholz


Vorab: Stress ist notwendig, ohne Stress sind wir nicht lebensfähig, weil wir an Unterforderung “verblöden” würden, und schon gar nicht erfolgreich sein könnten. Motivation, Problembewältigung, Produktivität und Erfolg sind (Gefühls-) Zustände, die ohne ein gewisses Level an Stress kaum möglich sind. So ist es nicht verwunderlich, dass zu wenig Stress ebenso krank machen kann wie zu viel.

Wie so oft, die Dosis macht den Unterschied, das richtige Maß ist entscheidend.

Für uns ist Stress ein Phänomen, das aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken ist. Ob im Straßenverkehr, im Beruf oder im Familienleben, die Reizüberflutung und die Dichte, in der wir zusammenleben sorgt dafür, dass wir uns – mal mehr, mal weniger – unter Druck gesetzt, angestrengt, gehetzt, überfordert, kurz gestresst fühlen. Andererseits ist unser Gebrauch der Vokabel inflationär geworden.

Tatsächlich ist das, was wir in der Umgangssprache mit der Vokabel “Stress” bezeichnen, nur eine Seite der Erscheinung: “War ein stressiger Tag heute” meint, dass Eines nach dem Anderen Schlag auf Schlag kam und keine Zeit zum Durchatmen oder Nachdenken blieb. “Der Chef hat mir heute nur Stress gemacht” will aussagen, dass es nicht möglich war, dem Chef etwas recht zu machen. “Die Kinder haben mich gestresst heute” bedeutet eigentlich, dass der Nachwuchs ständig präsent war mit Forderungen um Aufmerksamkeit, Zuwendung emotionaler oder materieller Art, oder mit Aktionen, deren Konsequenzen anstrengend nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern war. Ich glaube, wir alle kennen solche oder ähnliche Situationen.

Die andere Seite liegt etwas tiefer: Beginnen wir mit der Frage, was ist das eigentlich für eine Reaktion?

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Samstag, 14. März 2015

Buch: Dem Leben eine Richtung geben

Liebe Tai Chi-Freunde,

hier etwas zur Gedankenwelt des Tai Chi Chuan.

Tai Chi Chuan hat einen daoistischen Ursprung, aber was kann man außer dem Laozi und Zhuangzi noch lesen? Tai Chi Chuan ist konfuzianisch beeinflusst - wie sah das Ideal des weisen Meisters den wirklich aus? Tai Chi Chuan als Gegenentwurf zu buddhistischen Kampfkünsten, aber wie anders ist dies eigentlich? Ist Tai Chi Chuan nicht auch ein Ergebnis der Verschmelzung all dieser Vorstellungen?



Bestellen: hier


Alles Fragen, die mich interessierten und so schaute ich einfach mal in die Literatur zur Gedankenwelt des alten China - und dieses Buch ist das Ergebnis. In ihm finden sich folgende Texte:

Daoismus:
- Der Klassiker der Klarheit und Ruhe
- Die hundert Schriftzeichen Stele 1 und 2 (Lü Yan)

Konfuzianismus:
- Über die Liebe zum Lotus (Zhou Dunyi)
- Die westliche Inschrift (Zhang Zai)

Buddhismus:
- Den Bullen zähmen (Kuoan Shiyuan)
- Vom Vertrauen zum Herzen (Jianzhi Sengcan)

Zwei abschließende Texte zeigen dann eine weitere interessante Alternative auf - das Verschmelzen dieser Ideale zu einem harmonischen Ganzen:

- Das Lied von Halb und Halb (Li Mian)
- Die dreiunddreissig glücklichen
Augenblicke des Jin Shengtan

Viel Spaß beim Schmökern

Martin Bödicker

Montag, 9. März 2015

Buch: Zhou Dunyi

Mal wieder ein neues Papierbuch - diesmal eine dicke Packung neokonfuzianischer Philosophie:

Zhou Dunyi - Erläuterung des Tai Chi-Diagramms - Das Buch der Wandlungen verstehen.




Anschauen: hier


Mit der "Erläuterung des Tai Chi-Diagramms" legte Zhou Dunyi die Wurzeln für die Nekonfuzianische Metaphysik. Er rückte das Tai Chi in den Vordergrund der philosophischen Diskussion (und ist so letztendlich auch für den Namen Tai Chi Chuan mitverantwortlich).

Mit "Das Buch der Wandlungen verstehen" legte er die Grundlagen für die neokonfuzianische Ethik. Er geht z.B. den folgenden Fragen nach: Über Wahrhaftigkeit, Bedachte Handlungen, der Lehrer und Freunde, Liebe und Respekt, die große Tiefe des Weisen und viele mehr.

Viel Freude beim Schmökern

Martin

Dienstag, 3. März 2015

News: 15 Jahre Taijiquan & Qigong Journal

Ein Rückblick von Helmut Oberlack




Frühjahr 1991, ich war ein frisch staatlich geprüfter Lehrer für Sport und Geschichte, und die Stadt Hamburg wollte mich nicht einstellen. Sport- und GeschichtslehrerInnen waren damals, zumindest nach Ansicht der dortigen Schulbehörde, nicht gefragt. Da ich gerne in Hamburg bleiben wollte, bewarb ich mich wieder zum nächsten Einstellungstermin nach den Sommerferien. Bis dahin wollte ich noch weiter Taiji unterrichten und vor allem wieder regelmäßiger mit meinen drei Taiji- und Qigong-LehrerInnen, Christel Proksch, Lena Du Hong und Sui Qingbo üben. Während des Referendariats war mir das regelmäßige morgendliche Üben abhanden gekommen. Statt zwei bis drei Stunden in den Park zu gehen, sollte ich immer in die Schule kommen …

Mehr: hier