Samstag, 10. Januar 2015

Artikel: Taijiquan üben und der Blick

Von Chen Juewu
Aus dem Vereinsmagazin Nr. 4, S. 3 der Jianquan Taijiquan Association Shanghai vom 15.1.1982




Ich bin im Jahre 1900 geboren. Jetzt bin ich 82 Jahre alt. Von klein auf beschäftigte ich mich in meinem Heimatort mit den geliebten Bewegungen der Kampfkunst. 1923 zog ich von Guangdong nach Shanghai. Ab 1928 begann ich, bei Wu Jianquan und Ma Yueliang Taijiquan zu erlernen. Dies ist nun mehr als 50 Jahre her und ich trainiere seitdem ohne Unterbrechung. Ich habe das sichere Gefühl, dass ich daraus großen Nutzen gezogen habe. Ganz gleich ob im Gehen, Erinnern, Sehen oder Hören, ich bin in jeder Hinsicht sehr gesund. Gleichzeitig kann ich jeden Tag in den Park gehen und Taijiquan-Liebhabern Unterstützung geben. Dies ist auch ein guter Beweis für die Gesundheitswirkung des Taijiquan.

Das Trainieren des Taijiquan ist dem Kalligraphieren sehr ähnlich. Wenn man zu lernen beginnt, muss man regelmäßig an der Form arbeiten. Es ist, als ob man die großen Schriftzeichen der Normalschrift kopiert. Man muss erreichen, dass die Kopie der Vorlage gleicht. Die Körperhaltung und der Blick müssen korrekt sein. Die Hände teilen sich in yin und yang und die Füße in Voll und Leer. Die äußere Form hat überall Gehalt, aber man muss vermeiden, sich unnatürlich und geziert zu verhalten. Jetzt möchte ich ein wenig darüber sprechen, dass man beim Training des Taijiquan auf den Blick achten muss, denn dies wird von den Schülern zu leicht übersehen.

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