Mittwoch, 24. September 2014

Artikel: Kung-fu – zwischen Kampf und Kunst: Philosophische Grundlagen der chinesischen Kampfeskunst

K.-H. Pohl, Trier

Bei näherem Hinsehen hat es in China – nicht anders als sonstwo – quer durch die Geschichte fast ununterbrochen Krieg und Kampf gegeben. Der Widerspruch zwischen propagiertem Pazifismus und kriegerischer Realität erklärt sich wohl einfach dadurch, daß Ideal und Wirklichkeit meist auseinander klaffen: Ideale zu pflegen, heißt nicht, daß diese auch in der Wirklichkeit umgesetzt sein müssen. So wären auch die Ideale der christlichen Nächstenliebe und Friedfertigkeit angesichts 2000 Jahre Geschichte christlichen Abendlands leicht als realitätsfern zu entlarven, obwohl diese Ideale bis heute – in säkularer Form – Leitlinien europäischer Politik geblieben sind.




In China ist es also nicht anders als in Europa. Zwar pflegte man Harmonie als höchstes Ideal, doch findet man gleichzeitig eine reiche Literatur, die sich mit allen Aspekten des Kampfes/Krieges beschäftigt, insbesondere in Form der sogenannten "Schule der Kriegsstrategien" (bingjia).

Doch zeigt sich das Thema Kampf auch in anderen klassischen Schulen und Schriften, so bei den Moisten als Theoretikern des Verteidigungskrieges, bei den Legalisten, die Krieg und Kampf zur Stärkung des Reiches befürworteten, oder sogar – wenn auch nur am Rande – bei dem Konfuzianer Menzius, wenn er sagt: "Ein Edler wird nicht kämpfen wollen; doch wenn er kämpft, dann muß er siegen" (zhan bi sheng).

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Sonntag, 21. September 2014

Eine kleine Weisheit

Fließendes Wasser fault nicht.
In Türangeln gibt es keine Holzwürmer.

Dies kommt durch die Bewegung.
Für den Körper und das Qi gilt das gleiche.




Frühling und Herbst des Herrn Lü - zu finden: hier

Donnerstag, 4. September 2014

Artikel: Falsch abgebogen? Hier ist der Planet Erde - Gespräche mit einem Asperger Autisten über Tai Chi Chuan

Asperger Autismus stellt für Betroffene eine starke Beeinträchtigung dar, vor allem für den Umgang mit den Menschen um sie herum. Oft fühlen sie sich wie "Außerirdische auf einem fremden Planeten". In einem Gespräch wird der positive Einfluss des Taijiquan Trainings auf diese Problematik dargestellt. Mein Gesprächspartner möchte dabei jedoch anonym bleiben, da es sich hier um sehr persönliche Schilderungen handelt.




Leippert: Du bist jetzt schon seit einigen Jahre Schüler in der Pagode. Was hat Dich dazu bewogen mit Taijiquan zu beginnen?

Anonym: Die Neugier. Als ich anfing hatte ich im Grunde keine Ahnung, was Taiji wirklich ist. Ich hatte während des Studiums kurz mit asiatischen Kampfkünsten Kontakt gehabt und das hatte mir gefallen, aber sonst hatte ich überhaupt keine Ahnung.

Leippert: Du bist mit besonderen Voraussetzungen zu uns gekommen, die sowohl uns als Lehrer und Mitschüler als auch Dich selbst vor eine ziemliche Herausforderung gestellt haben. Kannst Du uns ein bisschen dazu erzählen?

Anonym: An dieser Stelle erst einmal Danke, dass Ihr es mit mir ausgehalten habt. Ich bin Asperger Autist, wurde aber erst im Erwachsenen Alter diagnostiziert. Mir fehlt der natürliche Filter, der es anderen erlaubt irrelevante Informationen auszublenden und Informationen richtig einzuordnen - gerade so Dinge wie Mimik, Ironie, etc. bedeuten für mich Schwerstarbeit, die ich hart üben und lernen muss.

Bevor ich zum ersten Training kam, hatte ich Herrn Stubenbaum per email kurz geschildert, dass ich mir mit Fremden und Neuem ziemlich schwer tue ohne die Krankheit zu erwähnen, seine Antwort war das wäre schon in Ordnung und in der Schule wären viele nette Leute, ich solle doch einfach mal vorbei kommen. "Taijiquan stellt sicher eine gute Disziplin dar um für sich so manches zu entdecken".

Als ich in "Die Pagode" kam, war ich dann aber die ersten Monate mit den vielen mir fremden Menschen, dem neuen Raum, den vielen Bewegungen etc. total überfordert, so dass ich ständig verkrampfte und mich in eine Ecke zurückzog um der Informationsflut zu entfliehen.

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Dienstag, 2. September 2014

Clip: Wang Xinwu (1985) - einer der Erfinder der 48er Pekingform





Artikel: Grandmaster Ma Hai-long on Wu Style Tai Chi

During recent International Tai Chi (Taiji) Symposium hosted in Louisville, KY, Grandmaster Ma Hai-long earned much respect from the world Tai Chi community.




As a lineage holder of Wu Style Tai Chi, Grandmaster Ma was invited to the Symposium to teach Wu Style Tai Chi as well as speak about Wu Tai Chi. He flew directly from China to New Jersey. After an almost fifteen-hour flight, he found out his connecting flight to Louisville was cancelled due to Hurricane Arthur. At the arrangement of the Symposium organizers, he took a car ride for more than ten hours to reach Louisville late on 7/4.

Despite the jet lag and fatigue, 81-year-old Grandmaster Ma Hai-long joined other much younger Grandmasters to attend a week-long activities which included workshops, seminars, penal discussion, key note speech delivery, Sun Rise practice, Grand Showcase performance, and other events without showing sign of tiring and won respect from the hundreds of symposium attendees.

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