Dienstag, 27. Mai 2014

Buch: Träge und trunkene Verse aus dem alten China

Allein in der Frühlingsnacht

Li Shangyin

In dieser herrlichen Landschaft
lasse ich alles Weltliche hinter mir.

In Trägheit und Muße
zieht das Leben an mir vorbei.

Der Abend ist klar –
der Wind streicht durch den Bambushain.

In tiefer Nacht
wird der Mond zu meiner Blume.

Zwischen Steinen und Felsen
entspringt eine sprudelnde Quelle.

Altes Moos
bedeckt den sich windenden Pfad.

Sorglos lebe ich
mit Laute und Wein.

Mich selbst vergessen habe ich –
mit dem großen Berg als Heim.


Liebe Freunde des Tai Chi Chuan,

eine der Grundlagen unserer Kunst ist die Harmonie von Ruhe und Bewegung. Dabei ist für viele Übende neben den wundervollen Bewegungen des Tai Chi Chuan auch der Aspekt von Ruhe, Muße und Entspannung von großer Bedeutung.

Dies empfanden die klassischen, chinesischen Dichter genauso und daher hier folgendes kleines Buch zur Inspiration:

Träge und trunkene Verse aus dem alten China




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– Die Zeit ist von Wert, die man nicht verwertet. –

Das träge Leben ist nach chinesischer Auffassung die kultivierteste Art des Lebens. Nur der Müßiggang verschafft einem freie Sicht auf die Schönheiten der Natur und die kulturellen Errungenschaften des Menschen.

– Der Hastige ist niemals Weise. –

Und auch erst durch das träge Leben erlangt man eine Sicht auf sich selbst, die es einem ermöglicht, zum Kern des menschlichen Seins vorzudringen.

– Derjenige ist Weise, der versteht, müßig durch das Leben zu gehen. –

Das träge Leben als Ideal – es findet sich auch bei vielen chinesischen Dichtern. Auf höchst poetische Art erläutern sie uns ihre Liebe zum Müßiggang.

Viel Freude beim Schmökern

Martin Bödicker

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