Mittwoch, 14. Mai 2014

Ebook: Das Buch der Wandlungen verstehen

Zhou Dunyi gilt als Architekt des Neokonfuzianismus und trug wesentlich dazu bei, dass die Zeit der Song-Dynastie (960 – 1279 n. Chr.) zu einem Wendepunkt in der Philosophiegeschichte Chinas wurde. Mit seinem kurzem Text Die Erklärung des taiji-Diagramms legte er den Grundstein für die neokonfuzianische Kosmologie. Immer wieder heißt es auch, dass dieses Werk dem Tai Chi Chuan seinen Namen gab (der Text findet sich im philosophischem Lesebuch zum Tai Chi Chuan 2).

In seinem zweiten Werk Das Buch der Wandlungen verstehen (Tongshu) entwickelte Zhou Dunyi in 40 Abschnitten die neokonfuzianische Ethik. Hier konzentrierte er sich ganz auf das Wesen des Weisen.




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Nach Zhou ist das Ideal des Weisen das Ruhen in Stille. Dies ist die Grundlage für die Entwicklung von Wahrhaftigkeit (cheng). Wahrhaftigkeit kann auch als authentisch-sein oder echt-sein verstanden werden und wird als Ursprung der fünf konfuzianischen Tugenden Mitmenschlichkeit, Rechtschaffenheit, Sittlichkeit, Weisheit und Treue gesehen. Stimmt der Weise mit diesen überein, folgt er dem Weg und erreicht so das höchste Ziel des Menschen.

Hier ein Auszug aus dem Werk:

26) Fehler

[Der Schüler des Konfuzius]
Zhong You war erfreut,
von seinen Fehlern zu hören
und seiner guter Name war unermesslich.

Wenn die Menschen heutzutage Fehler machen,
mögen sie es nicht, von anderen
darauf hingewiesen zu werden.

Dies ist, wie eine Krankheit zu verstecken
und den Arzt zu vermeiden.

Die Menschen von heute schädigen lieber sich selbst,
als sich ihrer Krankheit bewusst zu werden.

Wie schrecklich!

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