Mittwoch, 14. Mai 2014

Artikel: Taijiquan als Kampfkunst

von Dr. Jan-Harloff Puhr




Das Taijiquan kann aus einer Vielzahl an Blickwinkeln betrachtet werden. Im vorliegenden Fall soll es um Taijiquan als Kampfkunst gehen. Was aber ist das eigentlich – eine Kampfkunst? Es gibt für das Konzept der Kampfkunst (englisch: „martial art“) verschiedene Definitionen, die meist bestimmte Aspekte in den Vordergrund rücken. Häufig wird dabei die Kampfkunst von dem Kampfsport klar abgegrenzt. Diese Unterscheidung ist aber nicht sinnvoll, da die beiden Konzepte in vielen Systemen sehr eng miteinander verzahnt sind.

Auch die strikte Trennung in Systeme für den „echten“ Kampf und solche für „simulierte“ Kämpfe ist nicht wirklich brauchbar, weil man in zahlreichen Traditionen enge Zusammenhänge zwischen dem Training für den realen Kampf und für Vorführungen findet. Eine sehr allgemeine und brauchbare Definition liefert Peter A. Lorge in seinem exzellenten Buch „Chinese Martial Arts – From Antiquity to the Twenty-first Century“ von 20121:

„[...] Ich definiere „Kampfkünste“ als die verschiedenen Fertigkeiten oder Praktiken, die einen Ursprung als Methoden für den Kampf haben. Diese Definition schließt daher viele Aktivitäten aus den Bereichen der Darbietung, Religion oder Gesundheitsförderung ein, die keine direkte Anwendbarkeit im Kampf mehr haben, aber eindeutig dort entstanden sind [...].“

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