Mittwoch, 26. März 2014

Ebook: Trunkene Verse aus dem alten China

Hey Tai Chi-Freunde,

habe mal etwas ganz anderes übersetzt - kein Tai Chi Chuan, aber viele werden es trotzdem mögen - daher hier die kleine Anzeige für mein neues Ebook (2,78 Euro):

Trunke Verse aus dem alten China.

Das Buch kann mit allen Computern, Tabletts und Smartphones gelesen werden:

Info: hier




Trunkener Schlaf

von Du Mu

Wenn der Regen kommt, ist es gut, Herbstwein zu brauen.
Das kühle Haus - von buntem Herbstlaub bedeckt.

Der Einsiedler schläft wirklich viel.
Nur trinken tut er mehr.


Bestellen: hier

Gruß Martin

News: Michelle Obama macht Tai Chi in China



Nach Action beim Tischtennis und Kultur auf der Großen Mauer steht auf der China-Reise von Michelle Obama fernöstliche Meditationskunst auf dem Programm. Amerikas First Lady "packt den Vogel am Schwanz".

Mehr: hier

Aus: Schwarzwälder-Bote.de

Freitag, 14. März 2014

News: Tai Chi in Beirut

Interesting article in the Huffington Post - enjoy:

"It must have been strange for the onlookers to see women taking up the sword in the middle of Beirut -- but we're warriors of a peaceful kind."


More: here

Dienstag, 11. März 2014

News: Und es geht noch besser!

Wow, bin total platt - jetzt auf Platz Nr. 1, 2 und 3 der Amazon Ebook Kampfkunstcharts:

Freitag, 7. März 2014

News: Bestseller Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 4

Mensch - kaum zu glauben! Heute waren die Ebooks Yang Banhous neun geheime Klassiker und Leitfaden zum Faustkampf von General Qi Jiguang Bestseller Nr. 1 und Nr. 2 in den Amazon Ebook Charts Kampfkunst & Selbstverteidigung. Und Sun Lutang über Tai Chi Chuan auf Platz 4.




Einen großen, großen Dank an alle treuen Leser.

BIG HUG

Martin

Donnerstag, 6. März 2014

Artikel: Die acht Tore - Techniken oder Prinzipien? Der Versuch einer Erklärung.

Von Martin Bödicker

Die acht Tore (bamen) sind peng, lü, ji, an, cai, lie zhou und kao. Die Auseinandersetzung mit ihnen in Theorie und Praxis wirft schnell folgende Frage auf:

Sind sie nun Techniken zum Überwinden des Gegners, oder eher allgemeine Bewegungsprinzipien?

Diese zwei Sichtweisen erscheinen widersprüchlich, lassen sich aber vereinen, wie zwei Seiten einer Münze. Die acht Tore gehören zu den dreizehn Grundbewegungen (shisanshi) des Tai Chi Chuan. Das chinesische Wort für Grundbewegung shi hat zwei wesentliche verschiedene Bedeutungen:

Einerseits steht es für die Bedeutung (Hand-)Bewegung.
Anderseits auch für den strategischen Vorteil oder sogar Macht oder machtvolle Position.

Verschmilzt man diese zwei Bedeutungen zu einem, kann man den Widerspruch zwischen Bewegungsprinzip und Technik auflösen.




Die acht Tore als Bewegungsprinzipen

Versteht man die acht Tore als Bewegungsprinzipen, so leiten sie einen an, wie mit einem sich entwickelnden Angriff des anderen umzugehen ist. Man versucht mit Hilfe der acht Tore die Situation und den Angreifer zu verstehen (dongjin). Durch leichtes Eingreifen in die Situation beginnt man, sie zum eigenen Gunsten zu entwickeln, hält sich aber gleichzeitig alle Optionen offen. Das Entscheidende ist also das vorsichtige sondieren und minimale Eingreifen. In der Praxis kann dies z.B. so aussehen:

Peng: Ich federe ein wenig in die Kraft des anderen hinein und versuche so zu ermitteln, ob ich sie komplett aufnehmen kann.

: Ich lasse die Kraft des anderen ein wenig in die Leere gleiten und versuche zu spüren, ob der andere mit seiner Kraft weiter vordringt, oder sich zurückzieht.

Ji: Ich presse den anderen ein wenig und versuche zu fühlen, ob er unter dem Druck zusammenbricht, oder dagegenhält.

An: Ich drücke ein wenig auf eine leere Stelle des anderen. Kollabiert er oder versucht er umzuwandeln.

Cai: Ich pflücke den anderen ein wenig, Versteift er sich, oder gibt er nach.

Lie: Ich versuche den anderen in eine Spirale zu ziehen. Lässt er das zu, oder blockiert er?

Zhou: Ich setzte meine Ellbogenkraft von der Seite gegen die Angriffskraft des anderen ein. Versucht er, dagegenzuhalten oder weicht er aus?

Kao: Ich lehne mich gegen den Schwerpunkt oder die Kraftlinie des anderen. Leistet er Widerstand oder ist er überrascht?

In allen Fällen werden hier die acht Tore verwendet, um über das Fühlen (tingjin) die Kraft des anderen (Intensität, Gesamtrichtung der Kraft, Teilkräfte usw.) zu verstehen. Gelingt mir diese Sondierung, habe ich einen strategischen Vorteil errungen. Ich weiß nun, was der andere vor hat und kann mein Handeln entsprechend anpassen.


Die acht Tore als Techniken

Nach der einleitenden Verwendung der acht Tore steht die Entscheidung an, wie ist mit dem Angriff letztendlich zu verfahren. Reagiert der andere z.B. nicht auf meine Sondierung und führt seinen ursprünglichen Angriff fort, wird aus dem Bewegungsprinzip eine konkrete Technik, z.B:

Peng: Ich nehme die Kraft des anderen vollständig auf und federe sie so zurück, dass der andere sein Gleichgewicht verliert.

: Ich lasse die weiterhin auf mich eindringende Kraft vollends in die Leere fallen und schlage sogleich zurück.

Ji: Da meine Kraft der des anderen überlegen ist, presse ich fester zu und werfe so den anderen.

An: Der andere kann nicht wandeln und so drücke ich fester auf die leere Stelle des anderen bis er vollends kollabiert.

Cai: Der andere versteift und mein cai wird härter, bis er fällt.

Lie: Der andere kann sich meiner Spirale nicht entziehen, wird vollkommen verdreht und verliert sein Gleichgewicht.

Zhou: Der anderen hält gegen meine Kraft und wird Voll. Mit zhou finde ich seine Leere und drücke hier oder schlage sogar mit dem Ellbogen zu.

Kao: Der andere zeigt sich vom kao überrascht und praktisch wehrlos. Ein kurzer Stoß mit dem Rumpf und der Kampf ist beendet.


Die Verschmelzung von Bewegungsprinzip und Technik

Die ganze Eleganz der acht Tore findet sich also schon im Wort shi. Mit shi sind die acht Tore zugleich Bewegungs- bzw. Strategieprinzip und angewandte Technik. Hier zeigt sich die äußerste Subtilität des Tai Chi Chuan und erklärt gleichzeitig auch, warum es so verblüffend gut funktioniert. Mit diesem Konzept entspricht Tai Chi Chuan auch ganz der chinesischen Strategemik:

Man hat keinen konkreten Plan. Man versucht vielmehr zu ermitteln, was möglich ist - welches Potential die Angriffssituation birgt - welcher Weg sich ganz natürlich offenbart. Dann liegt die zu wählende Strategie und die einzusetzende Technik geradezu auf der Hand.

Versucht man dieses Konzept z.B. im Leitfaden des Faustkampfes des General Qi Jiguang zu finden, so wird man schnell fündig. In seine Merkversen finden sich sowohl technische Anleitungen, als auch strategische Gedanken. Aber im Gegensatz zum Tai Chi Chuan sind diese noch sprachlich klar voneinander getrennt.

Im Tai Chi Chuan werden Prinzip und Technik aber nun in einem Wort verschmolzen. Wer z.B. peng sagt, meint das Prinzip, sieht aber auch die Technik vor seinem inneren Auge. Ein kleines peng zum sondieren - ein großes peng zum entwurzeln. Ein Wort - zwei Bedeutungen. Ein Wort - zwei Seiten einer Münze.


Die Verkettung der acht Tore

Sollte der andere auf meine Sondierung reagieren und umwandeln, oder aber mein peng ist z.B. nicht in der Lage ihn vollständig zu entwurzeln, so kann ich aufgrund des Wissens über die Lage des anderen und der angepassten Intensität der eingesetzten Kraft schnell in eine anderes der acht Tore wechseln. Dann beginnt der Prozess des Fühlens und Anwendens von neuem. So wechselt die Anwendung der acht Tore zwischen Bewegungsprinzip und Technik, zwischen dem einem Tor und dem anderen, hin und her, bis der andere geschlagen ist. Wie heißt es doch in Yang Banhous neun geheime Tai Chi-Klassikern:

Der Wandel von Ruhe und Bewegung - warum sich Sorgen machen.
Die zwei Methoden von Entstehen und Vergehen folgen einander in ihrer Anwendung.



General Qi Jiguangs Leitfaden zum Faustkampf: hier.
Yang Banhous neuen geheime Tai Chi-Klassiker: hier.

Dienstag, 4. März 2014

Ebook: Yang Banhous neun geheime Tai Chi-Klassiker

Liebe Tai Chi'ler,

hier kommt etwas für die Freunde der Kampfkunst Tai Chi Chuan:

Ebook: Yang Banhous neun geheime Tai Chi-Klassiker (2,70 Euro)


Yang Banhou (1837 - 1892), der berühmte Kämpfer und harte Lehrer des Yang-Stil Tai Chi Chuan beschreibt in seinen neun Klassikern, wie Tai Chi Chuan als Kampfkunst einzusetzen ist. Wer sich für den kämpferischen Aspekt des Tai Chi Chuan interessiert, wird hier viele Anregungen finden. Die neun Klassiker sind:

- Das Lied über die Bewegungen der Form
- Das Lied der Anwendungen der 13 Schriftzeichen
- Das Lied des eifrigen Studiums der 13 Schriftzeichen
- Das Lied von Leer und Voll
- Das Lied vom ungeordneten Ring
- Das Lied von Yin und Yang
- Das Lied der 18 Abhängigkeiten
- Das Lied des Fünf Zeichen Klassikers

Viel Spaß beim Schmökern

Bestellen: hier

Gruß

Martin