Donnerstag, 22. August 2013

Artikel: Tai Gongs sechs geheime Lehren

Ein Artikel von Martin Bödicker

Schon seit frühesten Zeiten war im chinesischen Militär die Theoriebildung ein wichtiges Thema. Es existiert eine Anzahl an Schriften von Generälen und Strategen. Diese Schriften waren ursprünglich geheim, wurden als gefährlich angesehen und der private Besitz war verboten. Gerade auch Personen, die dem Kaiser nahe standen, war der Zugang verwehrt worden, da die Gefahr bestand, dass sie den Kaiser zu stürzen versuchen.

...

Ein Ideal im Taijiquan ist die Verbindung des Kulturellen (wen) mit dem Kämpferischen (wu). Die Entwicklung von Vorstellungen zum Kulturellen sind intensiv von Gedanken der chinesischen Philosophie beeinflusst worden. Dagegen ist in der Theoriebildung zum Kämpferischen sicherlich auch auf Schriften der Strategen aus dem Militärbereich zurückgegriffen worden. Dies soll im folgenden an dem Beispiel “Tai Gongs sechs geheime Lehren (Tai gong liutao)” besprochen werden.

...

In einem kleineren Teil seines Werkes beschäftigt sich Tai Gong mit der abstrakten Strategie der Auseinandersetzung. Viele seiner Gedankengänge aus diesem Bereich enthalten gleiche Begriffe, wie sie sich in Taijiquan-Klassikern finden. Folgende Gegenüberstellung gibt einen Eindruck davon:

Tai Gong: „Beim Planen ist nichts wichtiger, als nicht erkannt zu werden.“

Der Klassiker des Taijiquan: „Der Andere kennt mich nicht, ich allein kenne den Anderen.“

Mehr: hier

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen