Montag, 1. Juli 2013

Artikel: Zhuangzi, der zweite große Daoist

„Einst träumte Zhuang Zhou, dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wusste von Zhuang Zhou. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Zhuang Zhou. Nun weiß ich nicht, ob Zhuang Zhou geträumt hatte, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Zhuang Zhou sei, obwohl doch zwischen Zhuang Zhou und dem Schmetterling sicher ein Unterschied ist. So ist es mit der Wandlung der Dinge.” (Wilhelm, S. 52)


Wie dieser kleine Text zeigt, ist Zhuangzi ein außergewöhnlich interessanter Denker. Er gilt als der zweite große Daoist und wirkte in der Zeit um 350 v. Chr. Über sein Leben als historische Person ist wenig bekannt. Er lebte wohl zumeist in sehr einfachen Verhältnissen und soll des öfteren hohe Ämter ausgeschlagen haben. Das nach ihm benannte Buch Zhuangzi (auch „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“ genannt) ist wahrscheinlich zum Teil von ihm selbst geschrieben worden. Im Gegensatz zu den orakelhaften Sprüchen des Laozi finden sich seine oft auch humorvollen Gedanken in Erzählungen, Gleichnissen und kleinen Anekdoten festgehalten.

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