Montag, 20. Mai 2013

Artikel: Tai-Chi-Chuan – im Reich der Bilder und Zeichen

Ein linguistischer Artikel

von Peter Schlobinski/Likun Feng

Die Figuren von Tai-Chi-Chuan haben bildhafte und beschreibende Bezeichnungen und sind in der klassischen chinesischen Sprache aus- gedrückt. Sie enthalten die klassischen Grammatikregeln und Schriftzeichen, die zum Teil nicht mehr gängig sind oder speziell dem Tai-Chi-Chuan zur Verfügung stehen. Unter linguistischen Gesichtspunkten sind die chinesischen Bezeichnungen und ihre Übersetzungen ins Deutsche interessant. Das Bild, das wir von China, seiner Philosophie und Sprache haben, ist ganz wesentlich von bestimmten Kulturemen geprägt, das Tai-Chi ist eines davon. Durch die Figurenbezeichnungen, d. h. die deutschen Übersetzungen der chinesischen Bezeichnungen, ist in starkem Maße unsere Wahrnehmung von der chinesischen Sprache geprägt. In Verbindung mit Kampfsporttechniken, wie sie in populären Kung-Fu-Filmen zu sehen sind, und entsprechenden Titeln (Die Schlange im Schatten des Adlers) wird die chinesische Sprache mit einer besonderen Bildhaftigkeit assoziiert.

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