Montag, 29. April 2013

Artikel: Die Entwicklung des Taijiquan und Qigong in Europa

Artikel des Taijiquan & Qigong Netzwerk Deutschland e. V.



Drei Fragen stellten wir verschiedenen Lehrern in Europa, die fast alle mit uns im Europäischen Dachverband (TCFE) sind.

Was sind die besonderen Stärken und Merkmale des in Europa praktizierten und unterrichteten Taijiquan und Qigong – im Unterschied zum Taijiquan und Qigong, wie es durch unsere chinesischen Lehrer unterrichtet wurde und wird?

Axel Dreyer (D): Die Denkstrukturen, die Werte und Normen, mit denen Chinesen aufwachsen und die sich natürlich in der Art und Weise ihres Unterrichts nieder- schlagen, sind Europäern oft fremd. Die Einflussnahme des chinesischen Staates auf die Entwicklung von Taijiquan hat zu einer Nivellierung und Veräußerlichung geführt. Außerhalb des Einflussbereichs der Volksrepublik China wurde das überlieferte Wissen weiter gepflegt. Europäer fühlen sich vom daoistischen Gedankengut angezogen und üben Taijiquan/Qigong hauptsächlich um ihrer Gesundheit willen. Chinesischen Lehrern Fragen zu stellen ist schwieriger. Europäer neigen eher dazu, bereits nach relativ kurzer Zeit zu unterrichten. Europäer haben öfter Mühe, einem erfahrenen Lehrer über einen langen Zeitraum zu folgen. Sie gehen nach einiger Zeit ihren eigenen Weg, in dem Glauben, Taiji verstanden zu haben.

Chaitanya Pölzl (A): Der größte Unterschied liegt meiner Meinung nach in der Qualität und Quantität der Erklärungen.

Cornelia Grob (D): Die Übungen werden in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den dahinterstehenden theoretischen Konzepten gelehrt. Es wird korrigiert, sodass sich nicht so leicht grundsätzliche Fehlhaltungen entwickeln können. Es wird auf Pädagogik eingegangen und – im Idealfall – auch darauf eingegangen, wie man als Kursleiter/ Lehrer Gruppenprozesse etc. erkennen und handhaben kann.

Epi van de Pol (NL): ...

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