Dienstag, 5. Februar 2013

Artikel: Wütendes Tai Chi - oder wie ich meine Entschlossenheit entdeckte

Ruhe, endlich Ruhe. Sanfte Bewegungen, Kopfkino findet nicht statt, tatsächlich ist alles ruhig, ich weiß, was ich tue, spüre in die Füße, spüre gleichzeitig alles andere, beobachte alles andere, höre mich, sehe mich von außen, lasse los und bin gleichzeitig überall. Ein Fluss entsteht. Alles wird nebensächlich, ich bin froh, nur für mich üben zu können. Kein anderer ist von mir abhängig, will was von mir oder bittet mich um irgendwas!

Wie? Vorbei! Schon? Mein Lehrer leitete eine neue Übung ein. Ich war fast ärgerlich, warum jetzt schon? Und dann auch noch Partnerübungen. Meine Ruhe war dahin, ich war nicht bei mir, meine Harmonie war weg, fixierte mich auf den anderen, spürte seine Wurzel, wollte sie brechen, aber….nix! Ach ja, man darf nicht wollen… War ja klar, dass das, was sinnvoll schien, wieder mal nicht gemacht werden sollte. Welcher Chinese hat sich da stundenlang hingehockt und darüber nachgedacht, was normale Menschen eben einfach wollen und hat sich dazu überlegt was möglichst völlig anders ist. Wahrscheinlich hat er sich darüber königlich amüsiert, bei der Vorstellung, wie wichtig alle Schüler seine blödsinnigen Vorschläge nehmen werden. Grrrr.

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