Dienstag, 26. Februar 2013

Artikel: Ein Schlüssel zum Bewegungsverständnis im Taijiquan

von Dr. Rainer Landmann

Im Taijiquan geht es um eine Veränderung des Selbstbewegens. Eine der zentralen frühen Schriften über das Taijiquan ist die sogenannte ´Abhandlung über das Taijiquan´, die einem Kampfkünstler namens Wang Zong-yue zugeschrieben wird. Der genaue Ursprung dieser Abhandlung ist unbekannt. Im Jahre 1852 wurde sie entdeckt, so heißt es. Diese Schrift gehört zu den klassischen Schriften, die in allen großen Traditionen des Taijiquan hochgeschätzt werden, in der Tradition der Chen-Familie, der Yang-Familie und in der Tradition von Wu Yuxiang.

Wang Zong-yue soll in dieser sogenannten ́Abhandlung über das Taijiquan ́ geschrieben haben:

„Die Lehren der [Kampf-]Künste sind zahlreich.
Obwohl die Gesten sich unterscheiden,
so gibt es ausnahmslos nichts anderes,
als dass der Kräftige den Schwachen schikaniert
und der Langsame dem Schnellen unterliegt.
Der Kraft hat schlägt den ohne Kraft.
Ist die Hand langsam, so unterliegt sie der schnellen Hand.
Dies alles sind angeborene und natürliche Fähigkeiten.
Sie beruhen nicht auf dem Studieren der Kraft,
und das ist es!
Prüfst Du den Satz: „Vier Unzen bewegen tausend Pfund“,
so ist es offensichtlich, dass nicht die Kraft es ist, die siegt.
Betrachte die Erscheinung:
Ein alter Mann vermag der Menge sich zu widersetzen;
die Schnelligkeit, wie könnt ́ sie das erreichen?“

Natürlich ist jeder Kampfkünstler von den besonderen Qualitäten seiner Kampfkunst überzeugt. Ich verwende also dieses Zitat - ganz ohne damit eine Abwertung anderer Künste zu verbinden - und möchte auf den m. E. wesentlichen Ansatzpunkt kommen, der eine Tür zu dem Bewegungsverständnis im Taijiquan öffnen kann. Es geht um das Studieren und um die Auseinandersetzung mit der Kraft.

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Freitag, 15. Februar 2013

Montag, 11. Februar 2013

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Be not Defeated by the Rain

Musings on Internal Martial Arts, Aikido, Bodywork and ...

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Dienstag, 5. Februar 2013

Artikel: Wütendes Tai Chi - oder wie ich meine Entschlossenheit entdeckte

Ruhe, endlich Ruhe. Sanfte Bewegungen, Kopfkino findet nicht statt, tatsächlich ist alles ruhig, ich weiß, was ich tue, spüre in die Füße, spüre gleichzeitig alles andere, beobachte alles andere, höre mich, sehe mich von außen, lasse los und bin gleichzeitig überall. Ein Fluss entsteht. Alles wird nebensächlich, ich bin froh, nur für mich üben zu können. Kein anderer ist von mir abhängig, will was von mir oder bittet mich um irgendwas!

Wie? Vorbei! Schon? Mein Lehrer leitete eine neue Übung ein. Ich war fast ärgerlich, warum jetzt schon? Und dann auch noch Partnerübungen. Meine Ruhe war dahin, ich war nicht bei mir, meine Harmonie war weg, fixierte mich auf den anderen, spürte seine Wurzel, wollte sie brechen, aber….nix! Ach ja, man darf nicht wollen… War ja klar, dass das, was sinnvoll schien, wieder mal nicht gemacht werden sollte. Welcher Chinese hat sich da stundenlang hingehockt und darüber nachgedacht, was normale Menschen eben einfach wollen und hat sich dazu überlegt was möglichst völlig anders ist. Wahrscheinlich hat er sich darüber königlich amüsiert, bei der Vorstellung, wie wichtig alle Schüler seine blödsinnigen Vorschläge nehmen werden. Grrrr.

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