Sonntag, 20. Januar 2013

Artikel: Fragen zu einer zweckmäßigen Anwendung des Taijiquan

Dr. Rainer Landmann

Ausgangspunkte dieses Beitrages sind:

- Im Taijiquan geht es um eine Veränderung des Selbstbewegens, die in vielen Bereichen des menschlichen Lebens zum Nutzen gebracht werden kann.

- Den Traditionen des Taijiquan liegt ein besonderes Bewegungsverständnis zu Grunde, das sich auf vier Kernprinzipien vereinfachen lässt. Das Fallenlassen und Steuern von Körpergewichten kann als genereller Schlüssel für eine Annäherung an die Bewegungsprinzipien des Taijiquan benannt werden.

Betrachtet man jedoch, die Art, wie die Kunst des Taijiquan heute von vielen ausgeübt wird und wie sie sich vielen darstellt, so scheint weniger das Wie des Bewegens als das Besondere der Bewegungen des Taijiquan im Vordergrund zu stehen.

Wir wissen heute nur sehr wenig über die frühe Praxis des Taijiquan. Allen großen Traditionen ist gemeinsam, dass in ihnen die Ausübung von sogenannten Formen - als Abfolge choreographisch genau festgelegter Bewegungsmuster - eine wesentliche Rolle spielte. Die Form steht heute im Mittelpunkt dessen, was als Taijiquan unterrichtet wird. Wer Taijiquan lernt, lernt häufig vor allem eine Form. Und mit dem Ausüben von Taijiquan wird in erster Linie das Ausüben einer Form identifiziert. Auch wenn - durch die Dominanz der Traditionen, in denen die langsamen Formen überwiegen - bei vielen der Eindruck entsteht, dass das Besondere des Taijiquan in seiner Langsamkeit, der fließenden Geschmeidigkeit der Bewegungen besteht, also in dem Wie der Bewegungen, so sind es doch zunächst die Bewegungen, die das Erlernen und das Ausüben des Taijiquan in der heutigen Praxis bestimmen.

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