Donnerstag, 3. Januar 2013

Artikel: Eine kurze Einführung in die Bewegungsprinzipien des Taijiquan

von Dr. Rainer Landmann

In den letzten drei Jahrzehnten wuchs in vielen Teilen der Welt das Interesse an den traditionellen Bewegungskünsten Chinas, von denen insbesondere das Taijiquan eine große neue Anhängerschaft fand. Diese Kunst gilt nicht nur im Osten, sondern auch im Westen als ein Inbegriff chinesischer Körperkultur und Ausdruck eines zumindest unterstellten tiefgründigen Wissens über die Gesetzmäßigkeiten, denen die Welt und der Mensch unterliegen. In China selbst zählt das Taijiquan zu jenen bevorzugten körperlichen Künsten, die ebenso als Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses wie auch als wesentliches Instrument für die persönliche Vervollkommnung betrachtet werden. Darüber hinaus gilt diese Kunst nicht zuletzt als bekannteste, vielleicht beliebteste Methode der Leibesübung, die von vielen Chinesen auf der ganzen Welt zu einem fast rituellen Bestandteil ihres Lebens gewählt wurde.

Taijiquan wurde, folgt man den frühesten Quellen über diese Kunst, als eine Kampfkunst entwickelt, die es dem Anwender ermöglichen sollte, sich auch gegen einen „an Kraft überlegenen“ Gegner durchzusetzen, letztlich also mit einem möglichst geringen Kraftaufwand eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Auch wenn dieser Aspekt bei vielen heutigen Interessenten in den Hintergrund gerückt ist, trugen und tragen die mit diesem Aspekt verbundenen zum Teil spektakulären Berichte über die Fertigkeiten der Meister dieser Kunst zweifellos dazu bei, dass das Taijiquan seine heutige Popularität erreicht hat. Im Vordergrund des Interesses an dieser Kunst stehen heute, beginnend mit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, die mit der Ausübung des Taijiquan verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen, die über den körperlichen Bereich hinaus auch Geist und Psyche der Übenden positiv beeinflussen.

Mehr: hier

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen