Dienstag, 29. Januar 2013

Master's Thesis Tai Chi No. 1

MOTIVES FOR TAKING UP TAI CHI

Han Jin-Song

Department of Physical Education and Recreation Faculty of Human Development Victoria University of Technology
April 1992

The reasons for the recent growth in the popularity of Tai Chi are currentiy unclear. It is possible that it is due to a greater concern with maintaining good health, or to advertising campaigns, or to a greater awareness of Asian exercise activities as more Asian people migrate to Australia. Other factors may also be involved. In order to understand the growth in popularity, it is necessary to investigate the motives of people for taking up Tai Chi.

As there has been no research of participation motivation conducted in Tai Chi, it is useful to evaluate studies of participation motivation in other sports and exercise activities for guidance. In Chapter Two, the participation motivation research with competitive sports, exercise activities and martial arts is reviewed. The relevance of this literature to participation motivation in Tai Chi is discussed. As much of the previous participation motivation research relates to competitive sports, it may have limited application to the non-competitive activity of Tai Chi. Therefore, a study was proposed to investigate those factors that are specific to the motives for taking up Tai Chi. It was anticipated that this study would provide important and useful knowledge that could contribute to the effectiveness of methods of promotion and teaching of Tai Chi in Australia, and broaden the understanding of participation motivation in sport and exercise activity.

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Donnerstag, 24. Januar 2013

Anekdote: Die alte Dame

In einem Anfängerkurs von Freya Bödicker gab es einmal eine alte Dame, die von Anfang an mit größtem Eifer und voller Freude dabei war. Freya fragte sie, wie es komme. Die alte Dame sagte, die Geschichte sei folgende:

Als sie junge Mutter war, schickte sie ihren etwas bequemen Sohn gegen seinen Widerstand zum Judo. Entgegen aller Erwartungen fand er nach einiger Zeit großen Gefallen an dieser Sportart.

Nun war die Mutter als alte Dame selber bequem geworden. Da hatte der Sohn beschlossen, sie müsse etwas tun und hat sie gegen ihren Widerstand zum Tai Chi geschickt. Hier nahm sie an der Schnupperstunde von Freya teil und sah dort auch eine Vorführung der Säbelform.

Die alte Dame: "An diesem Tag habe ich beschlossen, dass ich als Säbelkämpferin sterben will."

Sonntag, 20. Januar 2013

Artikel: Fragen zu einer zweckmäßigen Anwendung des Taijiquan

Dr. Rainer Landmann

Ausgangspunkte dieses Beitrages sind:

- Im Taijiquan geht es um eine Veränderung des Selbstbewegens, die in vielen Bereichen des menschlichen Lebens zum Nutzen gebracht werden kann.

- Den Traditionen des Taijiquan liegt ein besonderes Bewegungsverständnis zu Grunde, das sich auf vier Kernprinzipien vereinfachen lässt. Das Fallenlassen und Steuern von Körpergewichten kann als genereller Schlüssel für eine Annäherung an die Bewegungsprinzipien des Taijiquan benannt werden.

Betrachtet man jedoch, die Art, wie die Kunst des Taijiquan heute von vielen ausgeübt wird und wie sie sich vielen darstellt, so scheint weniger das Wie des Bewegens als das Besondere der Bewegungen des Taijiquan im Vordergrund zu stehen.

Wir wissen heute nur sehr wenig über die frühe Praxis des Taijiquan. Allen großen Traditionen ist gemeinsam, dass in ihnen die Ausübung von sogenannten Formen - als Abfolge choreographisch genau festgelegter Bewegungsmuster - eine wesentliche Rolle spielte. Die Form steht heute im Mittelpunkt dessen, was als Taijiquan unterrichtet wird. Wer Taijiquan lernt, lernt häufig vor allem eine Form. Und mit dem Ausüben von Taijiquan wird in erster Linie das Ausüben einer Form identifiziert. Auch wenn - durch die Dominanz der Traditionen, in denen die langsamen Formen überwiegen - bei vielen der Eindruck entsteht, dass das Besondere des Taijiquan in seiner Langsamkeit, der fließenden Geschmeidigkeit der Bewegungen besteht, also in dem Wie der Bewegungen, so sind es doch zunächst die Bewegungen, die das Erlernen und das Ausüben des Taijiquan in der heutigen Praxis bestimmen.

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Mittwoch, 16. Januar 2013

News: Freies Pushhands-Treffen Köln

2. Februar 2013

Das Treffen soll ein nettes Zusammenkommen von Interessierten sein, um Austausch und Freundschaft zu fördern. Bisher lief es immer so, dass sich Partner immer untereinander über die "Regeln" einig werden, das kann von "Wir pushen nur ein wenig fixed-step, ohne viel power" bis hinzu "Wir ziehen leichte Handschuhe an und kämpfen locker inkl. Kicks, Würfen, Hebeln,..." aber alles freundschaftlich und im Einvernehmen aller Beteiligten.

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Sonntag, 13. Januar 2013

Doktorarbeit Kampfkunst die Erste

KAMPF UND BEWEGUNG

Eine kulturhistorisch-bewegungstheoretische Analyse am Beispiel des ostasiatischen Kampfsports

Hyosong Gu

Dissertation beim Fachbereich Sportwissenschaft der Universität Hamburg
WS 1999/2000

Diese Arbeit will aufzeigen:

- welche Faktoren das Phänomen “Kampf” ermöglichen.
- daß der Kampfsport als ein human rücksichtsvolles Spiel entstanden ist.
- daß Ki (Qi) 氣 - die oft mißverstandene Energie - nicht mystisch anzusehen ist.
- daß die Entwicklung der Bewegungen, insbesondere der des asiatischen Kampfsports, die Tendenz zeigt, Streckbewegungen des Körpers und somit auch überwiegend die Streckmuskeln zum Einsatz zu bringen.
- was `Übungsformen ́ bei asiatischen Kampfsportarten sind und wie sie, anders als in den europäischen Kampfsportarten, zustande gekommen sind.

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Montag, 7. Januar 2013

Clip: Tai Chi im chinesischen Park

Film: Man of Tai Chi

Keanu Reeves’ Regiedebüt heißt Man of Tai Chi und ist eine Hommage an den chinesischen Martial Arts-Film. Im Making Of-Featurette können wir einen Stuntdreh bewundern. Der Film soll im Laufe von 2013 kommen.

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Engl.: here

Donnerstag, 3. Januar 2013

Artikel: Eine kurze Einführung in die Bewegungsprinzipien des Taijiquan

von Dr. Rainer Landmann

In den letzten drei Jahrzehnten wuchs in vielen Teilen der Welt das Interesse an den traditionellen Bewegungskünsten Chinas, von denen insbesondere das Taijiquan eine große neue Anhängerschaft fand. Diese Kunst gilt nicht nur im Osten, sondern auch im Westen als ein Inbegriff chinesischer Körperkultur und Ausdruck eines zumindest unterstellten tiefgründigen Wissens über die Gesetzmäßigkeiten, denen die Welt und der Mensch unterliegen. In China selbst zählt das Taijiquan zu jenen bevorzugten körperlichen Künsten, die ebenso als Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses wie auch als wesentliches Instrument für die persönliche Vervollkommnung betrachtet werden. Darüber hinaus gilt diese Kunst nicht zuletzt als bekannteste, vielleicht beliebteste Methode der Leibesübung, die von vielen Chinesen auf der ganzen Welt zu einem fast rituellen Bestandteil ihres Lebens gewählt wurde.

Taijiquan wurde, folgt man den frühesten Quellen über diese Kunst, als eine Kampfkunst entwickelt, die es dem Anwender ermöglichen sollte, sich auch gegen einen „an Kraft überlegenen“ Gegner durchzusetzen, letztlich also mit einem möglichst geringen Kraftaufwand eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Auch wenn dieser Aspekt bei vielen heutigen Interessenten in den Hintergrund gerückt ist, trugen und tragen die mit diesem Aspekt verbundenen zum Teil spektakulären Berichte über die Fertigkeiten der Meister dieser Kunst zweifellos dazu bei, dass das Taijiquan seine heutige Popularität erreicht hat. Im Vordergrund des Interesses an dieser Kunst stehen heute, beginnend mit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, die mit der Ausübung des Taijiquan verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen, die über den körperlichen Bereich hinaus auch Geist und Psyche der Übenden positiv beeinflussen.

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