Donnerstag, 5. Juli 2012

Magisterarbeit: Fakt und Fiktion in der chinesischen Kampfkunst

Untersuchung von Fakt und Fiktion in der chinesischen Kampfkunst anhand eines Vergleichs von kontemporärer Kampfkunstpraxis in China mit ihrer Darstellung in den Romanen des Hongkonger Autoren Jin Yong

Vorgelegt von:
Thomas Schmidt-Herzog

Universität Heidelberg

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der chinesischen Kampfkunst. Chinas einzigartige Kampfkunsttraditionen, die heute auch als Kungfu (Gongfu, 功夫), Wushu (武 術) und Wugong (武功) bekannt sind, erleben gegenwärtig eine gewaltige kulturelle Weiterentwicklung und ernten internationale Beachtung und Bewunderung. Die florierende Kampfkunstkultur Chinas zeigt sich sowohl in der blühenden Hongkonger Filmindustrie, in weltweit beliebten Demonstrationen von Wushu-Teams und von Shaolin-Mönchen, in riesigen Mengen von theoretischen Abhandlungen über die Geschichte und Techniken bestimmter Stilrichtungen, in der großen Anzahl von Gongfu-Adepten weltweit und nicht zuletzt in einer entsprechenden Industrie, die die chinesischen Kampfkünste vermarktet.

Gleichzeitig blüht in China die Literaturform der Kungfu-Romane (Wuxia xiaoshuo), die sich bei allen Teilen der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut. Der berühmteste Vertreter dieser Literaturgattung ist der Hongkonger Autor Jin Yong (金庸, 1924-), der heute als einer der größten chinesischen Romanautoren des zwanzigsten Jahrhunderts gilt.

Diese Untersuchung befasst sich mit dem Konzept der chinesischen Kampfkunst, wie sie Jin Yong in seinen Wuxia-Romanen entwirft. Das Ziel dieser Untersuchung ist festzustellen, ob und in welchem Maße die im Gesamtwerk Jin Yongs dargestellten Kampfkünste in Verbindung mit den konkreten kampfkünstlerischen Traditionen und Theorien Chinas stehen.

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